Grundschule Düsseldorfer Straße

Neubau eines Mehrzweckraumes und der Verwaltung
in zwei Bauabschnitten

 

Konzept Verwaltung:
Die Grundschule an der Düsseldorfer Straße besteht aus mehreren Schulgebäuden auf einem großzügigen Schulgrundstück im Stadtteil Blockdiek. Den Zugang zum Grundstück markiert die Bücherei im 1. Obergeschoss als Tor- oder Brückenbauwerk. Verbunden durch flache Bauten für Wirtschaft und Technik schließen sich zwei weitere Baukörper an, die zweigeschossige Aula mit Verwaltungsräumen und die Turnhalle mit Umkleiden und Sanitärräumen. Auf dem rückwärtigen Gelände liegt der eigentliche Schulbau. Das vorhandene Schulgebäude wird so umstrukturiert, das die Einrichtung von acht Ganztagsklassen möglich gemacht wird.
Seitlich vom Eingang an der Düsseldorfer Straße wird anstelle der Vorklasse die Verwaltung und das Lehrerzimmer in einem Neubau untergebracht, dort können das Sekretariat, Rektorzimmer, Sanitätsraum und die Toiletten Platz finden. Für die beiden weiteren Büros und die Teeküche wird ein kleiner Riegel angebaut. In der Fuge zwischen beiden Baukörpern ist der Kopierraum untergebracht. Den dritten Baukörper bildet das 80 m² große Lehrerzimmer, das als organische Form freigestellt wird und sich mit der gläsernen Fassade zum Vorhof und Schulhof orientiert.
Zwischen diesen drei Baukörpern entwickelt sich der Zugang und eine neue Verkehrsfläche, um die Bauteile miteinander zu verbinden. Der gedeckte Freiraum zwischen diesen kleinen Baukörpern ist die Eingangshalle und der kommunikative Treffpunkt. Im rückwärtigen Bereich steht der abgebrannte Zweiklassen-Pavillon des Hortes der bis auf den Stahlbeton-Rohbau zurückgebaut und in das Neubaukonzept integriert wird. Dort wird das Mehrzweckgebäudes realisiert.

Konzept Mehrzweckraum:
Die neuen Räume dienen der externen Essensversorgung von 200 Schülern in den Klassen. Darüber hinaus sollen die Räumlichkeiten in den Schulferien für die Hortarbeit genutzt werden.
Der Mehrzweckraum wird aufgeteilt in einen großen Raum von 130 m² und einen Differenzierungsraum von 40 m². Die Nutzung ist ausgelegt für max. 80-100 Personen. Der große Raum als Neubau stellt sich als organische Form (Pendant zum Lehrerzimmer) vom Hortbau frei. Seine große Holz-Glas-Fassade ist zum Osten auf den Schulhof ausgerichtet. Das weitere Raumprogramm, bestehend aus dem Differenzierungsraum, Toiletten, Küche, Sozialraum und Lager werden innerhalb der ehemaligen Betonkonstruktion des Hortpavillons organisiert. Der Zugang zu diesem Gebäude liegt in dem gläsernen Verbindungsstück zwischen Hortbaukörper und geschwungener Fassade des Mehrzweckraums.
Die Küche wird über die rückwärtige Seite erschlossen (Andienung). Ein Vorraum bietet Platz für die Warmhaltecontainer bei externer Essensverteilung in den Klassenräumen, ist aber auch Essensausgabe bei interner Versorgung, also Essen im Mehrzweckraum. Die Küche gliedert sich in die Versorgungs- und die Spülküche, ergänzt um einen Sozialraum mit Schreibtisch und eine Umkleide mit Toilette.
Das rückwärtige Lager dient zur Aufbewahrung und Ausgabe von Spielgeräten. Die vorh. Fertiggarage wird von der Süd- auf die Nordseite des Hortbaus versetzt und ergänzt die Lagerfläche.

Material/AusführungHortbau:
– Sohle, Decke, Stütze und Träger des abgebrannten Pavillons werden als Primärkonstruktion genutzt, Außen- und Innenwände massiv, Wärmedämmverbundsystem,
– für das Flachdach wird als Tragkonstruktion die vorhandene Decke genutzt, die Dämmung befindet sich unterhalb der Trägerebene,
– Alu-Holz-Fenster im Hortbau,

Mehrzweckraum, Verbindungstrakt:
– Sohle und Streifenfundamente Beton, Bohrpfähle nach Statik- Massivbau aus Gasbeton, beidseitig geputzt,
– Flachdach aus BSH-Konstruktion
– Alufenster im Zwischenbau , Pfosten–Riegel–Konstruktion aus BSH im Mehrzweckraum.
– Keramische Bodenbeläge, Akustikdecken

 

Bauherr:
Sondervermögen für Immobilien und Technik
vertreten durch Ges. Bremer Immobilien mbH
Schlachte 32
28195 Bremen

Standort:
Düsseldorfer Str. 2
28327 Bremen

Bauzeit:     2006 – 2007 | LP 1-9
Volumen:  870 m³
Kosten:      € 570.000

Projektarchitekten:
Marcus Knigge
Ole Maseberg

Fotos:
h|k